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Handy am Steuer: Strafe, Punkte und was erlaubt ist (2026)

Dunkelblauer Škoda Octavia Combi mit Abblendlicht auf einer regennassen Kleinstadtstraße in der Abenddämmerung

Ein kurzer Blick auf eine Nachricht, ein Griff zum Handy an der roten Ampel – für viele ist das Alltag. Die Straßenverkehrs-Ordnung ist dabei strenger, als viele denken: Schon das Halten des Geräts ist verboten, und die Start-Stopp-Automatik gilt nicht als Motor aus. Wir erklären, was erlaubt ist, was es kostet und welche Folgen in der Probezeit drohen.

Kurz und knapp

Wer beim Fahren ein Handy in der Hand hält oder bedient, zahlt 100 Euro und bekommt einen Punkt (BKat Nr. 246.1). Mit Gefährdung sind es 150 Euro, mit Sachbeschädigung 200 Euro, jeweils zwei Punkte und ein Monat Fahrverbot. Erlaubt sind Freisprechen, Sprachsteuerung und ein kurzer Blick auf ein Gerät in der Halterung (§ 23 Abs. 1a StVO).

  • 100 € + 1 Pkt.Handy beim Fahren benutzt (BKat Nr. 246.1)
  • 200 € + 2 Pkt.mit Sachbeschädigung, 1 Monat Fahrverbot (Nr. 246.3)
  • 55 €Handy beim Radfahren (BKat Nr. 246.4)
  • ≈ 28 mBlindflug bei 50 km/h und 2 s Blick aufs Handy (eigene Rechnung; ADAC: fast 30 m)

Was sagt § 23 Abs. 1a StVO zum Handy am Steuer?

Wer ein Fahrzeug führt, darf ein elektronisches Gerät nur unter zwei Bedingungen benutzen. Erstens darf es dafür weder aufgenommen noch gehalten werden. Zweitens muss die Bedienung entweder allein über Sprachsteuerung und Vorlesefunktion laufen, oder es genügt ein kurzer Blick, der zu Straße, Verkehr, Sicht und Wetter passt (§ 23 Abs. 1a Satz 1 StVO). Beide Bedingungen müssen gleichzeitig erfüllt sein.

Die Regel gilt nicht nur für das Smartphone. Das Gesetz nennt ausdrücklich auch Autotelefone, Touchscreens, Tablets, Navigationsgeräte, Fernseher, Video- und Audiogeräte (§ 23 Abs. 1a Satz 2 StVO). Gerichte haben den Begriff weit ausgelegt: Laut ADAC zählten schon ein elektronischer Fahrzeugschlüssel mit Display (OLG Hamm, 11.05.2021), ein Paketscanner (OLG Hamm, 03.11.2020) und zuletzt eine E-Zigarette mit Touchdisplay (OLG Köln, 25.09.2025) dazu.

Die Regel gilt für alle, die ein Fahrzeug führen – also auch für Radfahrer, für die der Bußgeldkatalog eine eigene Nummer hat.

Gut zu wissen: Entscheidend ist das Halten, nicht das Telefonieren. Auch wer nur die Uhrzeit abliest, einen Anruf wegdrückt oder eine Nachricht überfliegt, verstößt gegen die Regel, sobald er das Gerät dafür in der Hand hat (ADAC, 24.07.2026).
Smartphone mit Navigationskarte in einer Halterung am Armaturenbrett, Hände in Handschuhen am Lenkrad, draußen eine regennasse Landstraße
In der Halterung ist ein kurzer Blick aufs Navi erlaubt – das Gerät darf aber nicht in die Hand genommen werden (§ 23 Abs. 1a StVO). KI-generiertes Bild.

Was ist erlaubt und was verboten?

Die wichtigsten Alltagsfälle im Überblick:

SituationErlaubt?Grundlage
Telefonieren über Freisprechanlage oder Bluetooth-Headsetja§ 23 Abs. 1a Satz 1 StVO; ADAC
Handy ans Ohr halten oder zwischen Ohr und Schulter klemmennein§ 23 Abs. 1a; OLG Köln 04.12.2020 (laut ADAC)
Handy in der Halterung, kurzer Blick aufs Navija§ 23 Abs. 1a Satz 1 Nr. 2 b StVO
Ziel am Handy oder Touchscreen während der Fahrt lange eintippennein§ 23 Abs. 1a Satz 1 Nr. 2 b StVO
Handy auf dem Oberschenkel ablegen und bedienenneinBayObLG 10.01.2022 (laut ADAC)
Smartwatch per Sprachbefehl oder mit kurzem Blickja§ 23 Abs. 1a; ADAC-Juristen
Videobrille tragennein§ 23 Abs. 1a Satz 3 StVO
Head-up-Display mit Fahrt- und Verkehrsinfosja§ 23 Abs. 1a Satz 4 StVO
Rückfahrkamera beim Einparken im Schritttempoja, auch länger§ 23 Abs. 1b StVO
An der Ampel mit Start-Stopp-Automatiknein§ 23 Abs. 1b Satz 2 StVO
Auto steht, Motor vollständig ausja§ 23 Abs. 1b Nr. 1 StVO

Quellen: Straßenverkehrs-Ordnung § 23 Abs. 1a und 1b (gesetze-im-internet.de, Abruf 03.11.2026); Urteile und Einordnung nach ADAC (Handy am Steuer: Regeln und Bußgelder 2026, 24.07.2026).

Ein Sonderfall ist das bloße Umlegen. Wer das Handy nur vom Beifahrersitz in die Ablage legt, ohne es zu bedienen, hat nach einem Beschluss des OLG Oldenburg vom 17.04.2019 nicht gegen das Verbot verstoßen (laut ADAC). Darauf verlassen sollte man sich nicht: Schon das Drücken einer einzigen Taste wertete das KG Berlin (14.05.2019) als Benutzung.

Darf man an der roten Ampel oder im Stau aufs Handy schauen?

Nein, solange der Motor läuft oder nur durch die Start-Stopp-Automatik ruht. Die Ausnahme in § 23 Abs. 1b Nr. 1 StVO gilt nur für ein stehendes Fahrzeug, bei Kraftfahrzeugen zusätzlich mit vollständig ausgeschaltetem Motor. Satz 2 stellt ausdrücklich klar: Das automatische Abschalten des Motors bei einem Halt gilt nicht als Ausschalten.

Bei Elektroautos und Hybriden muss das Fahrzeug also ausgeschaltet sein, nicht nur stillstehen.

Weißer VW Golf wartet bei Regen an einer roten Ampel in der Stadt, die Bremslichter spiegeln sich auf dem nassen Asphalt
Start-Stopp gilt nicht als Motor aus: Wer an der Ampel zum Handy greift, zahlt 100 Euro und bekommt einen Punkt. KI-generiertes Bild.

Was kostet Handy am Steuer?

Der Grundtatbestand kostet 100 Euro und einen Punkt in Flensburg. Teurer wird es, wenn zusätzlich jemand gefährdet oder etwas beschädigt wird. Dann kommt ein Regelfahrverbot hinzu (§ 4 Abs. 1 Nr. 4 BKatV). Die Punkte stehen in Anlage 13 der Fahrerlaubnis-Verordnung.

VerstoßBußgeldPunkteFahrverbotFundstelle
Elektronisches Gerät beim Führen eines Fahrzeugs rechtswidrig benutzt100 €1–BKat Nr. 246.1; Anlage 13 FeV Nr. 3.2.15
… mit Gefährdung150 €21 MonatBKat Nr. 246.2; Anlage 13 FeV Nr. 2.2.8b
… mit Sachbeschädigung200 €21 MonatBKat Nr. 246.3; Anlage 13 FeV Nr. 2.2.8b
Gerät beim Radfahren benutzt55 €––BKat Nr. 246.4
Radarwarner oder Blitzer-App betriebsbereit (Kfz)75 €1–BKat Nr. 247; Anlage 13 FeV Nr. 3.2.15

Quellen: Bußgeldkatalog-Verordnung, Anlage Nr. 246.1–246.4 und 247 sowie § 4 Abs. 1 Nr. 4; Fahrerlaubnis-Verordnung, Anlage 13 (gesetze-im-internet.de, Abruf 03.11.2026); Fahrverbotsdauer nach ADAC (24.07.2026). Regelsätze; die Behörde kann im Einzelfall abweichen. Dazu kommen Gebühren und Auslagen des Bußgeldverfahrens.

Für Radfahrer entsprechen die 55 Euro dem Höchstbetrag des Verwarnungsgelds (§ 1 Abs. 1 BKatV). Punkte gibt es dafür nicht, weil Nr. 246.4 in Anlage 13 der Fahrerlaubnis-Verordnung nicht aufgeführt ist.

Die Punkte bleiben eine Weile gespeichert: Ein Punkt wird nach zweieinhalb Jahren getilgt, zwei Punkte nach fünf Jahren, jeweils gerechnet ab Rechtskraft des Bußgeldbescheids (§ 29 Abs. 1 und 4 StVG). Ab acht Punkten wird die Fahrerlaubnis entzogen (§ 4 Abs. 5 StVG).

Was droht in der Probezeit?

Für Fahranfänger ist das Handy am Steuer ein schwerwiegender Verstoß. Er steht in Anlage 12 der Fahrerlaubnis-Verordnung im Abschnitt A unter Nr. 2.1. Schon ein einziger schwerwiegender Verstoß genügt, damit die Behörde ein Aufbauseminar anordnet (§ 2a Abs. 2 Nr. 1 StVG). Gleichzeitig verlängert sich die Probezeit um zwei Jahre, also in der Regel von zwei auf vier Jahre (§ 2a Abs. 2a StVG).

Das Seminar muss innerhalb einer gesetzten Frist besucht und selbst bezahlt werden (ADAC, 24.07.2026). Wer die Frist verstreichen lässt, verliert die Fahrerlaubnis (§ 2a Abs. 3 StVG). Ein weiterer schwerwiegender Verstoß nach dem Seminar führt zur Verwarnung, der nächste zur Entziehung (§ 2a Abs. 2 Nr. 2 und 3 StVG).

Wie gefährlich ist der Blick aufs Handy?

Gefährlicher, als die meisten glauben. Laut ADAC legt ein Auto bei 50 km/h in zwei Sekunden Blick aufs Display fast 30 Meter zurück, ohne dass der Fahrer die Straße sieht – genau gerechnet knapp 28 Meter. DEKRA nennt für eine Sekunde rund 14 Meter in der Stadt und rund 22 Meter bei 80 km/h (DEKRA, 07.02.2026). Wie schnell sich diese Strecke aufaddiert, zeigt die einfache Rechnung:

Tempo1 Sekunde Blick2 Sekunden Blick3 Sekunden Blick
30 km/h8 m17 m25 m
50 km/h14 m28 m42 m
80 km/h22 m44 m67 m
100 km/h28 m56 m83 m
130 km/h36 m72 m108 m

Eigene Rechnung: Strecke = Tempo in km/h ÷ 3,6 × Sekunden, gerundet; deckt sich mit den Werten von ADAC (09.06.2026) und DEKRA (07.02.2026). Reaktions- und Bremsweg kommen noch hinzu.

Die amtliche Unfallstatistik führt Ablenkung seit 2021 als eigene Ursache. 2024 war sie laut DEKRA bei 8.722 Unfällen die Ursache; 106 Menschen starben, 1.572 wurden schwer verletzt. DEKRA geht von einer hohen Dunkelziffer aus.

Wie verbreitet das Problem ist, zeigt eine Verkehrsbeobachtung des ADAC in fünf Großstädten im März und April 2026: Von 9.573 beobachteten Kfz-Fahrern nutzten 262 verbotswidrig das Handy. Hochgerechnet kommt der ADAC auf rund eine Milliarde Verstöße im Jahr – erfasst werden von der Polizei nur rund 400.000 (ADAC, 09.06.2026).

Grauer VW Tiguan fährt auf nasser Autobahn unter einer Betonbrücke hindurch, Gischt hinter den Reifen
Rheinland-Pfalz setzt seit April 2025 Handy-Blitzer an Autobahnbrücken ein – ein Verstoß kostet auch dort 100 Euro und einen Punkt. KI-generiertes Bild.

Gibt es Handy-Blitzer in Deutschland?

Ja. Rheinland-Pfalz hat als erstes Bundesland eine sogenannte Monocam dauerhaft im Einsatz, zuerst seit dem 11. April 2025 auf der A60 bei Mainz, später auch auf der A61 bei Gundheim (ADAC, 30.09.2025). Rechtsgrundlage ist eine Änderung des Landespolizeigesetzes, weil die Kamera personenbezogene Daten erhebt.

Die Kamera hängt an einer Brücke und fotografiert schräg durch die Frontscheibe. Eine Software meldet Bilder, auf denen ein Handy und eine typische Handhaltung zu sehen sind. Ob wirklich ein Verstoß vorliegt, entscheiden danach geschulte Polizeibeamte (ADAC, 30.09.2025). Laut ADAC-Umfrage befürworten 69 Prozent der Befragten solche Kameras (ADAC, 09.06.2026).

Was gilt nach einem Unfall mit Handy am Steuer?

Neben Bußgeld, zwei Punkten und Fahrverbot kann ein Unfall mit dem Handy in der Hand auch bei der Versicherung Folgen haben. Die Kfz-Haftpflicht reguliert den Schaden der anderen Beteiligten. Beim eigenen Schaden in der Kaskoversicherung darf der Versicherer seine Leistung kürzen, wenn der Schaden grob fahrlässig herbeigeführt wurde (§ 81 Abs. 2 VVG). Das hängt vom Einzelfall ab.

Wer einen Bußgeldbescheid bekommt und ihn für falsch hält, kann innerhalb von zwei Wochen nach Zustellung Einspruch einlegen, schriftlich oder zur Niederschrift bei der Behörde, die ihn erlassen hat (§ 67 Abs. 1 OWiG). Ob sich das lohnt, klärt am besten ein Fachanwalt für Verkehrsrecht.

Was gilt in Österreich?

Für Fahrten nach Salzburg, Tirol oder Kärnten: Auch in Österreich ist Telefonieren ohne Freisprecheinrichtung verboten. Seit dem 1. Mai 2023 kostet das bei einer Anhaltung ein Organmandat von 100 Euro; wer das Organmandat verweigert und angezeigt wird, muss mit bis zu 140 Euro rechnen (ÖAMTC, 25.04.2023 und Themenseite, Abruf 03.11.2026). Seit 2017 können Strafen auch ohne Anhaltung anhand von Bildmaterial verhängt werden.

Führt die Ablenkung zu einem Fahrfehler, drohen laut ÖAMTC Verwaltungsstrafen bis 2.180 Euro. Freisprechen und das Handy als Navi sind erlaubt.

Mattgrauer Cupra Formentor steht mit ausgeschaltetem Motor auf einem Rastplatz im Voralpenland, nasser Asphalt und herbstliche Bäume
Erst wenn das Auto steht und der Motor ganz aus ist, darf das Handy in die Hand (§ 23 Abs. 1b StVO). KI-generiertes Bild.

Wie nutzt man das Handy im Auto richtig?

  • Vor der Fahrt einrichten: Navi-Ziel, Musik und Freisprechverbindung vor dem Losfahren einstellen (DEKRA, 07.02.2026).
  • Feste Halterung nutzen: Nur ein Gerät in der Halterung darf mit kurzem Blick bedient werden – nie in der Hand oder auf dem Schoß.
  • Sprachsteuerung statt Tippen: Nachrichten vorlesen lassen und per Sprache antworten ist erlaubt.
  • Beifahrer navigieren lassen: Der Beifahrer darf das Handy uneingeschränkt nutzen.
  • Für Anrufe anhalten: Parkplatz ansteuern, Motor ganz ausschalten – erst dann ist das Handy in der Hand erlaubt.
  • Schwierige Gespräche verschieben: Auch emotionale Telefonate über die Freisprechanlage lenken ab (DEKRA, 07.02.2026).

Im Herbst fordern Dunkelheit, Regen und Wild besonders viel Aufmerksamkeit. Was nach einem Zusammenstoß mit einem Tier zu tun ist, lesen Sie im Beitrag Wildunfall: Was tun?.

Welche Technik im Neuwagen hilft gegen Ablenkung?

Moderne Autos bringen vieles mit, was das Handy in der Hand überflüssig macht: Smartphone-Anbindung über das Infotainment, Sprachsteuerung, Head-up-Display oder kabelloses Laden in der Mittelkonsole. Was an Bord ist, hängt von Modell und Ausstattungslinie ab. Laut DEKRA dauert die Bedienung in verschachtelten Touch-Menüs teils mehr als doppelt so lange wie über Tasten. Als EU-Neuwagen kommt das Auto fabrikneu, mit voller Herstellergarantie und COC-Papieren für die Zulassung. Garantie und Inspektionen übernimmt jede Vertragswerkstatt der Marke in Deutschland.

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Häufige Fragen zum Handy am Steuer

Was kostet Handy am Steuer 2026?

Wer beim Fahren ein Handy in der Hand hält oder bedient, zahlt nach dem Bußgeldkatalog 100 Euro und bekommt einen Punkt (BKat Nr. 246.1). Mit Gefährdung anderer sind es 150 Euro, mit Sachbeschädigung 200 Euro – dann jeweils zwei Punkte und ein Monat Fahrverbot. Dazu kommen Gebühren und Auslagen des Verfahrens.

Darf ich das Handy an der roten Ampel benutzen?

Nein, wenn der Motor läuft oder nur durch die Start-Stopp-Automatik abgeschaltet ist. § 23 Abs. 1b StVO erlaubt die Nutzung nur bei stehendem Fahrzeug und vollständig ausgeschaltetem Motor. Das automatische Abschalten an der Ampel zählt ausdrücklich nicht. Wer trotzdem zum Handy greift, zahlt 100 Euro und bekommt einen Punkt.

Ist das Navi auf dem Handy erlaubt?

Ja, wenn das Handy in einer Halterung sitzt und nicht in die Hand genommen wird. Erlaubt ist dann ein kurzer Blick, der zur Verkehrslage, Sicht und zum Wetter passt (§ 23 Abs. 1a StVO). Das Ziel sollten Sie vor der Fahrt eingeben; unterwegs ist Sprachsteuerung der sichere Weg.

Darf man beim Autofahren auf die Smartwatch schauen?

Ein kurzer Blick auf die Uhr am Handgelenk oder die Bedienung per Sprachbefehl ist nach Einschätzung der ADAC-Juristen zulässig, weil die Uhr nicht gehalten wird. Längeres Lesen von Nachrichten oder Tippen auf dem kleinen Display überschreitet aber den erlaubten kurzen Blick und kann wie Handy am Steuer geahndet werden.

Was passiert bei Handy am Steuer in der Probezeit?

Der Verstoß gilt in der Probezeit als schwerwiegend (Anlage 12 FeV, Abschnitt A). Neben 100 Euro Bußgeld und einem Punkt ordnet die Behörde ein Aufbauseminar an, das selbst bezahlt werden muss. Die Probezeit verlängert sich um zwei Jahre, in der Regel also auf vier Jahre (§ 2a StVG).

Wie viel kostet Handy am Steuer beim Radfahren?

Radfahrer zahlen 55 Euro, wenn sie während der Fahrt ein Handy in der Hand halten oder bedienen (BKat Nr. 246.4). Punkte gibt es dafür nicht. Steht das Fahrrad, dürfen Radfahrer ihr Handy ohne Einschränkung nutzen, denn für Fahrräder gibt es keinen Motor, der abgeschaltet werden müsste.

Gibt es Blitzer, die Handy am Steuer erkennen?

Ja. Rheinland-Pfalz setzt seit April 2025 als erstes Bundesland eine Monocam ein, zuerst auf der A60 bei Mainz. Die Kamera fotografiert durch die Frontscheibe, eine Software sortiert verdächtige Bilder vor und Polizeibeamte prüfen jeden Fall. Ein Verstoß kostet auch hier 100 Euro und einen Punkt.

Wie lange bleibt der Punkt für Handy am Steuer in Flensburg?

Ein Punkt wird nach zweieinhalb Jahren getilgt, zwei Punkte bei Gefährdung oder Sachbeschädigung nach fünf Jahren (§ 29 Abs. 1 StVG). Die Frist beginnt mit dem Tag, an dem der Bußgeldbescheid rechtskräftig wird. Gegen den Bescheid kann man innerhalb von zwei Wochen nach Zustellung Einspruch einlegen (§ 67 OWiG).

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Stand November 2026. Quellen: Straßenverkehrs-Ordnung § 23 Abs. 1a und 1b; Bußgeldkatalog-Verordnung §§ 1, 4 und Anlage (Nr. 246.1–246.4, 247); Fahrerlaubnis-Verordnung, Anlagen 12 und 13; Straßenverkehrsgesetz §§ 2a, 4, 29; Ordnungswidrigkeitengesetz § 67; Versicherungsvertragsgesetz § 81 (alle gesetze-im-internet.de, Abruf 03.11.2026); ADAC (Handy am Steuer: Regeln und Bußgelder 2026, 24.07.2026; Handy am Steuer: Tödliche Gefahr im Straßenverkehr, 09.06.2026; Handy-Blitzer in Rheinland-Pfalz, 30.09.2025); DEKRA („Multitasking“ wird schnell gefährlich, 07.02.2026); ÖAMTC (Handy-Verbot beim Autofahren, Abruf 03.11.2026; Presse 25.04.2023). Allgemeine Information, keine Rechtsberatung. Stand 03.11.2026.

Dieser Beitrag wurde durch Europemobile mit Unterstützung von KI-Tools erstellt.