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Elektroantrieb - Cadillac startet durch

Schon im nächsten Jahr will Cadillac einen SUV mit Elektro-Motor auf den Markt bringen. Der Mutterkonzern General Motors richtet die Luxusmarke zunehmend auf Elektromobilität aus. Damit stellt er sie in direkte Konkurrenz zum Platzhirsch Tesla.

Am vergangenen Sonntag nutzte Cadillac die Aufmerksamkeit der Presse anlässlich einer Präsentation auf der Detroit Motorshow, um erste Teaser-Bilder eines ganz neuen Modells zu veröffentlichen. Das soll mit Elektroantrieb kommen. Abgesehen davon wurden allerdings nur wenige Details bekannt. Fest steht: Die ganz neuartige Plattform BEV3 soll als Grundlage für die Herstellung weiterer Elektro-Cadillacs dienen. Die Plattform soll so flexibel sein, dass sie Fahrzeuge mit unterschiedlichen Designs und Antriebsvarianten ermöglicht. Sie kann sowohl Front-, Heck- als auch Allradantriebe beinhalten. Außerdem sollen die Batteriezellen so konzipiert sein, dass sie in diversen Modellen verwendet werden können. Anders ausgedrückt: Cadillac wird eine ganze Welle von Elektroautos auf den Markt werfen.

Eher zaghaft: bisherige Versuche

Im Bereich der Kleinwagen ist der Mutterkonzern General Motors aktuell bereits elektrisch präsent: Der vollelektrische Chevrolet Bolt behauptet sich mit einer Reichweite von 520 Kilometern ziemlich erfolgreich auf dem Massenmarkt. In Deutschland wird der Elektrowagen als Opel Ampera-e vermarktet. Die Edelmarke Cadillac hingegen hatte bisher weniger Erfolg. 2015 stellte sie einen Plug-in-Hybrid namens CT6 PEHV vor. Der Wagen verfügte lediglich über eine elektrische Reichweite von 50 Kilometern. Er kam in den USA und China auf den Markt, verkaufte sich aber offenbar nicht besonders gut. Die Produktion wird nun eingestellt. Stattdessen kommen die neuen Elektrowagen.

Eine ur-amerikanische Traditionsmarke

Das Label Cadillac ist mit der Geschichte der US-amerikanischen Autoindustrie verbunden wie nur wenige andere. Den Anfang bildete die 1899 von Henry Ford gegründete Detroit Automobile Company. Ford trennte sich jedoch bald von dem Unternehmen, um den bis heute aktiven Konzern Ford Motor Company zu gründen. Der Unternehmer Henry Martyn Leland übernahm das Management der früheren Ford-Firma, die dann ab 1902 Cadillac Motor Company hieß. Der Name leitet sich vom  Gründer der Stadt Detroit ab: Laumet de La Mothe, Sieur de Cadillac. Der Offizier und Abenteurer kam aus einer kleinen französischen Ortschaft namens Cadillac.

Das erste Automobil des Unternehmens war der Cadillac Tonneau, der ab 1903 hergestellt wurde. Dieser kompakte Wagen wurde mit einem Einzylindermotor angetrieben, der sich unter dem linken Vordersitz befand. Im ersten Jahr der Produktion wurden davon 2.497 Exemplare hergestellt. Das machte Cadillac auf Anhieb zum größten Autobauer der Vereinigten Staaten. Das Fahrzeug wurde aber schon im Folgejahr von seinem Nachfolger Model B abgelöst. Besonders erfolgreich in den Anfangsjahren war ein weiterer Nachfolger namens Model D mit Vierzylindermotor.

1909 verkaufte Henry Martyn Leland sein Unternehmen an den Konzern General Motors. Der war zwar erst ein Jahr zuvor gegründet worden, hatte aber bereits die Konkurrenten Buick und Oldsmobile übernommen. GM kaufte auch weitere Marken wie zum Beispiel Oakland, die später in Pontiac umbenannt wurde, und letztlich auch Chevrolet. Der Mutterkonzern positionierte Cadillac im gehobenen Preissegment, oberhalb der anderen Marken seines Portfolios. Dank beständiger Innovationen überstand die Marke auch schwierige Zeiten wie die Weltwirtschaftskrise und beide Weltkriege.

Mit der Heckflosse an die Weltspitze

Ab 1948 mischte eine ganz neue Generation von Cadillac-Modellen den Markt auf. Deren auffällige Heckflossen entwickelten sich zu zeitlosen Stilikonen. Das charakteristische Design war vom Kampfflugzeug Lockheed P-38 inspiriert worden. In den 1960er Jahren etablierte sich Cadillac als Spitzenhersteller. Zu den Kunden gehört auch der „mächtigste Mann der Welt“. Mehrere US-Präsidenten verwendeten Cadillac-Spezialmodelle als Dienstfahrzeuge. Die schwer gepanzerte Limousine mit der Donald Trump gefahren wird, hat jedoch nur äußerlich eine Ähnlichkeit mit den Serienmodellen. Das als „The Beast“ bekannte Fahrzeug entspricht eher einem Truck. Es ist fast sieben Meter lang und hat ein geschätztes Gewicht von fünf bis acht Tonnen.

Wenn Cadillac nun im großen Stil in die Elektromobilität einsteigt, setzt die Marke eine lange Tradition fort. Immer wieder musste sich der Mutterkonzern General Motors im Premium-Segment gegen starke Konkurrenten durchsetzen. Und bisher hat er noch jede Krise überwunden. Tesla muss sich warm anziehen.