E-Auto laden unterwegs 2026: Ladekarte, Kosten, Plug & Charge

Wer mit dem Elektroauto unterwegs lädt, zahlt je nach Bezahlweg sehr unterschiedlich: Für dieselbe Kilowattstunde liegen zwischen Abo-Tarif und Ad-hoc-Laden oft 15 bis 35 Cent. Wir zeigen, wie Sie ohne Vertrag laden, wann sich eine Ladekarte oder ein Abo lohnt, wie Plug & Charge funktioniert und welche Regeln seit der EU-Verordnung AFIR gelten.
Kurz und knapp
Unterwegs laden Sie ad hoc mit Bankkarte oder per App bzw. Ladekarte mit Vertrag. Ad hoc ist meist am teuersten: Laut ADAC kostete es an der Autobahn bis zu 62 Prozent mehr als ein Vertragstarif. Abo-Tarife wie Ionity Power (11,99 € im Monat) senken den Preis je kWh. Für wenige Ladungen reicht ein Tarif ohne Grundgebühr.
- 214.334öffentliche Ladepunkte (BNetzA, 01.09.2026)
- bis 62 %Aufschlag ad hoc an der Autobahn (ADAC)
- 0,41 €je kWh im Abo Ionity Power, ab 07/2026
- 01.01.2027Kartenzahlung auch an älteren Schnellladern am TEN-V-Netz (AFIR)
Wie lädt man ein E-Auto unterwegs?
Es gibt drei Wege. Erstens das Ad-hoc-Laden: Sie zahlen direkt an der Säule mit Bank- oder Kreditkarte oder per QR-Code, ohne Vertrag. Zweitens die Ladekarte oder Lade-App eines Anbieters, mit oder ohne Grundgebühr. Drittens Plug & Charge: Das Auto meldet sich beim Einstecken selbst an, abgerechnet wird über Ihren Vertrag.
Das Netz ist inzwischen dicht. Laut Bundesnetzagentur gab es zum 1. September 2026 in Deutschland 157.762 Normal- und 56.572 Schnellladepunkte, zusammen 214.334 (Bundesnetzagentur, Ladesäulenregister). Darin sind auch Meldungen enthalten, deren Prüfung noch läuft. Normalladepunkte laden mit bis zu 22 kW Wechselstrom (AC), Schnelllader mit mehr als 22 kW, meist Gleichstrom (DC).
| Bezahlweg | So funktioniert es | Vorteil | Nachteil |
|---|---|---|---|
| Ad hoc | Bankkarte, Kreditkarte, QR-Code an der Säule | kein Vertrag, überall nutzbar | meist höchster Preis je kWh |
| Ladekarte / App ohne Grundgebühr | Vertrag mit einem Anbieter, Freischaltung per Karte oder App | fester Preis, keine Fixkosten | im Fremdnetz oft teurer |
| Abo mit Grundgebühr | Monats- oder Jahrespreis, dafür günstigere kWh | niedrigster Preis bei viel Laden | lohnt sich erst ab einer bestimmten Menge |
| Plug & Charge | Auto authentifiziert sich beim Einstecken (ISO 15118) | keine Karte, keine App an der Säule | nur an unterstützten Säulen und mit passendem Vertrag |
Quellen: Verordnung (EU) 2023/1804 (AFIR), Art. 5; ADAC, Ladetarife für Elektroautos 2026 (06.07.2026); Škoda Storyboard, Plug & Charge (21.06.2024).

Was kostet Laden an der Ladesäule 2026?
Unterwegs bekommen Sie laut ADAC selten Strom unter rund 50 Cent je kWh (ADAC, 06.07.2026). Wie viel es genau wird, hängt vom Anbieter, der Ladeleistung und vor allem vom Bezahlweg ab. Die folgende Übersicht zeigt Preise großer Anbieter an ihren eigenen Säulen. Alle Preise brutto, Stand wie angegeben.
| Anbieter und Tarif | Grundgebühr | AC je kWh | DC je kWh | Stand |
|---|---|---|---|---|
| Aral pulse ad hoc | – | 0,59 € | 0,69 € (bis 50 kW) / 0,79 € (über 50 kW) | 07/2026 |
| Aral pulse Klassik (App) | – | 0,47 € | 0,52 € / 0,62 € | ab 01.07.2026 |
| Aral pulse Extra | 2,99 €/Monat | 0,41 € | 0,46 € / 0,54 € | 07/2026 |
| ADAC e-Charge (an Aral pulse) | keine für Mitglieder | 0,55 € | 0,55 € | 07/2026 |
| Ionity Direct (ad hoc) | – | – | 0,72 bis 0,76 € | Stand 07/2026 |
| Ionity Power (Abo) | 11,99 €/Monat | – | ab 0,41 € | ab 01.07.2026 |
| EnBW mobility+ S | – | 0,56 € | 0,56 € | seit 12/2025 |
| EnBW ad hoc | – | 0,70 € | 0,79 € | DC seit 08/2025, Abruf 03.11.2026 |
Quellen: Aral pulse, Tarife & Bezahlmethoden (Abruf 03.11.2026); Ionity, Preise Deutschland (Stand 22.07.2026); electrive (Aral pulse, 01.07.2026; Ionity, 23.06.2026); EnBW Presse (Sommer-Preisaktion, 07/2026, regulärer Preis Tarif S); electrive (EnBW, 05.11.2025, Ad-hoc-Preis); EnBW FAQ E-Mobilität (Ad-hoc-Preise, Abruf 03.11.2026); ADAC (06.07.2026, e-Charge ohne Grundgebühr). EnBW nennt je Tarif einen kWh-Preis ohne Unterscheidung nach AC und DC. Preise an den Säulen des jeweiligen Anbieters; im Fremdnetz gelten andere Preise. Ohne Gewähr – maßgeblich ist der Preis, den Säule oder App vor dem Laden anzeigen.
Wichtig ist der Unterschied zwischen eigenem Netz und Fremdnetz. Ein Tarif gilt meist nur an den Säulen des Anbieters zum genannten Preis. Laden Sie mit derselben Karte bei einem anderen Betreiber (Roaming), zahlen Sie oft mehr: Bei EnBW lagen die Fremdnetzpreise laut electrive zwischen 0,56 und 0,89 Euro je kWh (electrive, 05.11.2025).
Ist Ad-hoc-Laden teurer als mit Ladekarte?
In der Regel ja. Der ADAC hat an Autobahn-Ladestationen Stichproben gemacht: Bei EWE Go kostete die Kilowattstunde ad hoc 84 Cent, mit einem Vertrag ohne Grundgebühr 52 Cent – bis zu 62 Prozent mehr (ADAC nach AUTOHAUS, 23.07.2025). Bei EnBW war der Abstand laut ADAC ähnlich groß.
Der ADAC kritisierte außerdem, dass beim Bezahlen mit Karte oft ein Betrag von bis zu 150 Euro vorab reserviert wird, der erst nach einigen Tagen wieder frei ist. In einer ADAC-Umfrage wünschten sich 96 Prozent eine Preisanzeige wie an der Tankstelle (ADAC nach AUTOHAUS, 23.07.2025).

Welche Regeln gelten seit der AFIR?
Die EU-Verordnung über die Infrastruktur für alternative Kraftstoffe (AFIR, Verordnung (EU) 2023/1804) gilt seit 13. April 2024 und regelt das Laden in allen EU-Staaten einheitlich. Für Sie als Fahrer sind vor allem diese Punkte wichtig (Art. 5 AFIR):
- Laden ohne Vertrag: Jeder öffentliche Ladepunkt muss Ad-hoc-Laden ohne Vertrag ermöglichen (Abs. 1).
- Kartenzahlung: Neue Ladepunkte seit 13.04.2024 brauchen ein Kartenlesegerät oder kontaktloses Bezahlen; unter 50 kW reicht auch eine Online-Lösung, etwa per QR-Code (Abs. 1).
- Nachrüstpflicht: Ab 01.01.2027 müssen auch ältere Schnelllader ab 50 kW entlang des TEN-V-Straßennetzes oder auf sicheren Lkw-Parkplätzen Karten- oder kontaktlose Zahlung anbieten (Abs. 1).
- Preis je kWh: Ab 50 kW richtet sich der Ad-hoc-Preis nach der Kilowattstunde; dazu darf eine Minutengebühr gegen langes Blockieren kommen. Beides muss vor dem Laden angezeigt werden (Abs. 4).
- Klare Preisangaben: Unter 50 kW werden alle Preisbestandteile angezeigt – je kWh, je Minute, je Ladevorgang, Sonstiges (Abs. 4).
- Wahlfreiheit: Wer automatische Anmeldung wie Plug & Charge anbietet, muss immer auch Ad-hoc-Zahlung oder einen anderen Weg zulassen (Abs. 2).
- Kein Roaming-Aufschlag im Ausland: Für grenzüberschreitendes Roaming dürfen keine zusätzlichen Entgelte verlangt werden (Abs. 5).
Quelle: Verordnung (EU) 2023/1804, Art. 5 (Abruf 03.11.2026). Allgemeine Information, keine Rechtsberatung. Stand 03.11.2026.
Wie funktioniert Plug & Charge?
Bei Plug & Charge stecken Sie nur das Kabel ein. Auto und Ladesäule tauschen über den Standard ISO 15118 Daten aus, das Auto weist sich aus und der Ladevorgang startet ohne Karte oder App. Abgerechnet wird über den Ladevertrag, der im Auto hinterlegt ist (Škoda Storyboard, 21.06.2024).
Ein Beispiel ist Škoda: Bei der Enyaq-Familie funktioniert Plug & Charge vor allem an Ionity-Stationen. Aktiviert wird es in der MyŠkoda-App im Bereich Batterie, Voraussetzung ist ein Powerpass-Tarif. Die Abrechnung erscheint in der monatlichen Powerpass-Rechnung (Škoda Storyboard, 21.06.2024). Andere Hersteller bieten ähnliche Lösungen mit eigenen Ladediensten an.

- Vorteil: Kein Suchen nach Karte oder App, besonders bequem auf Reisen.
- Grenze: Funktioniert nur an Säulen, die Plug & Charge unterstützen, und nur mit dem passenden Vertrag.
- Preis: Es gilt der Tarif Ihres Vertrags – vergleichen Sie ihn trotzdem mit anderen Angeboten.
- Wahl bleibt: Nach AFIR können Sie jederzeit stattdessen ad hoc oder mit einer anderen Karte zahlen.
Wann lohnt sich ein Abo mit Grundgebühr?
Ein Abo lohnt sich, sobald die Ersparnis je kWh die Grundgebühr übersteigt. Das folgende Rechenbeispiel zeigt die Kosten für eine Monatsmenge Schnellladestrom bei Ionity und Aral pulse. Annahmen: nur DC-Schnellladen über 50 kW an den Säulen des jeweiligen Anbieters, Preise wie in der Tabelle oben, ohne Blockiergebühren.
| Monatsmenge DC | Ionity Direct (0,76 €) | Ionity Power (11,99 € + 0,41 €) | Aral pulse Klassik (0,62 €) | Aral pulse Extra (2,99 € + 0,54 €) |
|---|---|---|---|---|
| 20 kWh | 15,20 € | 20,19 € | 12,40 € | 13,79 € |
| 50 kWh | 38,00 € | 32,49 € | 31,00 € | 29,99 € |
| 100 kWh | 76,00 € | 52,99 € | 62,00 € | 56,99 € |
| 200 kWh | 152,00 € | 93,99 € | 124,00 € | 110,99 € |
Eigene Beispielrechnung mit Preisen laut electrive (Ionity 23.06.2026: Direct bis 0,76 €/kWh, Power ab 0,41 €/kWh; Aral pulse 01.07.2026) sowie Ionity, Preise Deutschland (Stand 22.07.2026: Direct ab 0,72 €/kWh). Ionity Direct mit Höchstpreis gerechnet. Ohne Gewähr; tatsächliche Preise je Standort in App bzw. an der Säule.
Das Ergebnis: Gegenüber Ionity Direct lohnt sich das Power-Abo schon ab rund 34 kWh im Monat (mit 0,72 € lohnt Power ab rund 39 kWh), gegenüber dem Aral-Klassik-Tarif ab rund 57 kWh. Das Aral-Extra-Abo mit 2,99 Euro rechnet sich gegenüber dem Klassik-Tarif ab etwa 37 kWh. Wer nur ein- oder zweimal im Monat schnell lädt, fährt mit einem Tarif ohne Grundgebühr meist günstiger.
Was kostet eine Langstrecke mit dem Elektroauto?
Ein Rechenbeispiel mit dem Škoda Elroq 60 (Stromverbrauch kombiniert 15,1 kWh/100 km; CO2-Emissionen kombiniert 0 g/km; CO2-Klasse A, ADAC-Autokatalog) zeigt die Spanne. Annahme: 500 Kilometer Autobahn mit einem Praxisverbrauch von 20 kWh je 100 Kilometer, also 100 kWh Strom. Im Winter und bei hohem Tempo kann der Verbrauch noch höher liegen.
| Bezahlweg | Preis je kWh | Kosten für 100 kWh | je 100 km |
|---|---|---|---|
| Ad hoc Ionity Direct (Höchstpreis) | 0,76 € | 76,00 € | 15,20 € |
| Aral pulse Klassik (DC über 50 kW) | 0,62 € | 62,00 € | 12,40 € |
| EnBW mobility+ S | 0,56 € | 56,00 € | 11,20 € |
| ADAC e-Charge an Aral pulse | 0,55 € | 55,00 € | 11,00 € |
| Ionity Power (ohne Grundgebühr gerechnet) | ab 0,41 € | 41,00 € | 8,20 € |
| Zum Vergleich: zu Hause (Annahme) | 0,35 € | 35,00 € | 7,00 € |
Eigene Beispielrechnung; Praxisverbrauch 20 kWh/100 km und Haushaltsstrom 0,35 €/kWh sind Annahmen. Preise laut electrive (23.06. und 01.07.2026), Ionity (Stand 22.07.2026, Direct mit Höchstpreis 0,76 € gerechnet) und EnBW (Tarif S seit 12/2025). WLTP-Wert Elroq 60 Essence laut ADAC-Autokatalog (Abruf 03.11.2026). Ohne Ladeverluste, ohne Gewähr.
Pkw-EnVKV: Škoda Elroq 60 Essence (140 kW): Stromverbrauch kombiniert 15,1 kWh/100 km; CO2-Emissionen kombiniert 0 g/km; CO2-Klasse A (Werte nach WLTP; Quelle: ADAC-Autokatalog, Abruf 03.11.2026).

Für Vielfahrer auf der Langstrecke macht der Tarif also einen echten Unterschied: Zwischen dem teuersten und dem günstigsten öffentlichen Weg liegen im Beispiel 35 Euro für 500 Kilometer. Wer dagegen fast nur zu Hause lädt, braucht unterwegs kaum mehr als eine Karte ohne Grundgebühr. Was Wallbox und Strom zu Hause kosten, lesen Sie in unserem Beitrag Wallbox-Kosten 2026.
Was ist eine Blockiergebühr?
Eine Blockiergebühr ist ein Aufschlag pro Minute, wenn Ihr Auto zu lange am Ladepunkt steht. Sie soll verhindern, dass Ladeplätze zugeparkt werden. Nach AFIR ist eine solche Minutengebühr an Schnellladern zulässig, muss aber vor dem Laden angezeigt werden (Art. 5 Abs. 4).
Ein Beispiel: In den EnBW-mobility+-Tarifen fallen nach einer Anschlussdauer von über vier Stunden 10 Cent je weitere Minute an, höchstens 12 Euro pro Ladevorgang; beim Ad-hoc-Laden an EnBW-Säulen gelten kürzere Freizeiten (DC 24 Cent je Minute nach 30 Minuten) (EnBW, Ladetarife und FAQ, Abruf 03.11.2026). Andere Anbieter haben andere Regeln, manche verlangen schon früher einen Aufschlag. Laut ADAC müssen Blockier- und Parkgebühren separat ausgewiesen werden (ADAC, 06.07.2026) – prüfen Sie die Bedingungen vorab in der App.

Wie lädt man günstig im Ausland?
In der EU können Sie dank AFIR überall ad hoc mit Karte laden, an neuen Säulen sowieso und ab 2027 auch an älteren Schnellladern ab 50 kW am TEN-V-Straßennetz. Für grenzüberschreitendes Roaming dürfen Anbieter keine zusätzlichen Entgelte verlangen (Art. 5 Abs. 5 AFIR). Trotzdem unterscheiden sich die Preise von Land zu Land.
- Roaming-Tarif: Für Langstrecke und Ausland kann laut ADAC ein E-Roaming-Vertrag sinnvoll sein, der viele Betreiber abdeckt (ADAC, 06.07.2026).
- Netzverbünde: Ionity, Fastned, Electra und Atlante haben sich zur Charge League zusammengeschlossen – laut ADAC über 1.700 Stationen mit mehr als 11.000 Ladepunkten in 25 Ländern (ADAC, 06.07.2026).
- Dynamische Preise: Einige Anbieter wie Shell Recharge testen Preise nach Tageszeit; mittags und nachts kann es günstiger sein, am frühen Abend teurer (ADAC, 06.07.2026).
- Vorab planen: Ladestopps mit der App des Herstellers oder Tarifanbieters planen und Preise vor dem Einstecken prüfen.
Welche Ladekarte passt zu wem?
| Profil | Laden unterwegs | Empfehlung |
|---|---|---|
| Pendler mit Wallbox | selten, unter 30 kWh im Monat | Tarif ohne Grundgebühr als Rückfallebene |
| Laternenparker in der Stadt | viel AC am Wohnort | Tarif des örtlichen Betreibers vergleichen, AC-Preise beachten |
| Vielfahrer Langstrecke | viel DC, über 50 kWh im Monat | Abo mit Grundgebühr bei einem großen Schnellladenetz |
| Urlaub im Ausland | gelegentlich, mehrere Länder | E-Roaming-Tarif oder ad hoc mit Karte |
Eigene Einordnung auf Basis der Rechenbeispiele oben und der Hinweise des ADAC (06.07.2026). Ohne Gewähr.
Viele Hersteller bieten zum Neuwagen einen eigenen Ladedienst an, oft mit Plug & Charge. Prüfen Sie bei der Übergabe, welcher Tarif enthalten ist und ob sich ein anderer für Ihr Fahrprofil eher lohnt. Als EU-Neuwagen kommt das Auto fabrikneu, mit voller Herstellergarantie und COC-Papieren für die Zulassung. Garantie und Inspektionen übernimmt jede Vertragswerkstatt der Marke in Deutschland.
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Häufige Fragen zum Laden unterwegs
Was kostet es, ein E-Auto an der Ladesäule zu laden?
Unterwegs zahlen Sie laut ADAC selten unter rund 50 Cent je kWh. Mit Tarif ohne Grundgebühr sind es oft 0,47 bis 0,62 Euro, ad hoc an Schnellladern 0,69 bis 0,79 Euro. Mit einem Abo wie Ionity Power sinkt der Preis auf ab 0,41 Euro, dafür fallen 11,99 Euro im Monat an.
Kann ich ein E-Auto ohne Ladekarte laden?
Ja. Nach der EU-Verordnung AFIR muss jeder öffentliche Ladepunkt Laden ohne Vertrag ermöglichen. Neue Säulen seit April 2024 brauchen ein Kartenlesegerät oder kontaktloses Bezahlen, unter 50 kW reicht auch ein QR-Code. Ab 2027 müssen auch ältere Schnelllader ab 50 kW am TEN-V-Straßennetz Kartenzahlung bieten.
Welche Ladekarte ist die beste?
Das hängt von Ihrem Fahrprofil ab. Wer selten unterwegs lädt, nimmt einen Tarif ohne Grundgebühr. Wer viel schnell lädt, spart mit einem Abo – bei Ionity Power lohnt es sich gegenüber dem Ad-hoc-Preis schon ab rund 34 bis 39 kWh im Monat. Für das Ausland kann laut ADAC ein E-Roaming-Vertrag sinnvoll sein.
Was ist Plug & Charge?
Bei Plug & Charge meldet sich das Auto beim Einstecken über den Standard ISO 15118 selbst an der Ladesäule an. Sie brauchen keine Karte und keine App, abgerechnet wird über Ihren Ladevertrag. Bei Škoda funktioniert das für die Enyaq-Familie vor allem an Ionity-Säulen mit einem Powerpass-Tarif.
Warum ist Ad-hoc-Laden so teuer?
Anbieter verlangen für Laden ohne Vertrag meist den höchsten Preis. Laut ADAC war Ad-hoc-Laden an der Autobahn bis zu 62 Prozent teurer als ein Vertragstarif ohne Grundgebühr, etwa 84 statt 52 Cent je kWh bei EWE Go. Zudem wird bei Kartenzahlung oft ein Betrag bis 150 Euro vorübergehend reserviert.
Was ist eine Blockiergebühr beim Laden?
Ein Aufschlag pro Minute, wenn das Auto zu lange am Ladepunkt steht. In den EnBW-Ladetarifen sind es nach über vier Stunden 10 Cent je Minute, höchstens 12 Euro pro Ladevorgang. Nach AFIR muss eine solche Gebühr an Schnellladern vor dem Laden angezeigt werden. Prüfen Sie die Bedingungen in der App.
Wie viele öffentliche Ladepunkte gibt es in Deutschland?
Laut Bundesnetzagentur waren es zum 1. September 2026 insgesamt 214.334: 157.762 Normalladepunkte mit bis zu 22 kW und 56.572 Schnellladepunkte. Die Zahl enthält auch Meldungen, deren Prüfung noch nicht abgeschlossen ist. Die Ladesäulenkarte der Bundesnetzagentur zeigt dagegen nur bereits geprüfte Standorte.
Zahle ich im Ausland mehr fürs Laden?
Für grenzüberschreitendes Roaming dürfen nach AFIR keine zusätzlichen Entgelte verlangt werden. Die Preise je kWh unterscheiden sich aber von Land zu Land und von Anbieter zu Anbieter. Vor der Fahrt die Preise in der App prüfen oder ad hoc mit Karte zahlen und den angezeigten Preis vergleichen.
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Stand November 2026. Quellen: Verordnung (EU) 2023/1804 (AFIR), Art. 5 (Abruf 03.11.2026); Bundesnetzagentur, Ladesäulenregister (Stand 01.09.2026); ADAC (Ladetarife für Elektroautos 2026, 06.07.2026); ADAC-Autokatalog Škoda Elroq 60 Essence (Abruf 03.11.2026); Škoda Storyboard (Plug & Charge, 21.06.2024); EnBW (Presse Sommer-Preisaktion 07/2026; Ladetarife und FAQ E-Mobilität, Abruf 03.11.2026); Aral pulse (Tarife & Bezahlmethoden, Abruf 03.11.2026); Ionity (Preise Deutschland, Stand 22.07.2026); electrive.net (05.11.2025, 23.06.2026, 01.07.2026); AUTOHAUS (ADAC-Stichprobe Ad-hoc-Laden, 23.07.2025). Alle Angaben ohne Gewähr; Preise ändern sich häufig – maßgeblich ist die Anzeige an der Säule bzw. in der App.
Dieser Beitrag wurde durch Europemobile mit Unterstützung von KI-Tools erstellt.