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Auto-News der Woche: Notbremsassistent, Promille, Spritpreise

Cupra Terramar in Dunkelgrau mit Abblendlicht auf einem nassen Innenstadt-Boulevard zur blauen Stunde

Die Woche vom 26. bis 30. Oktober 2026 in fünf Meldungen: ein ADAC-Test zeigt Lücken bei Notbremsassistenten, eine Umfrage stützt null Promille am Steuer, Diesel wird teurer, Volkswagen startet die Autozerlegung in Zwickau, und der ADAC erinnert an die Lichtregeln im Herbst.

Kurz und knapp

Notbremsassistenten erkennen Menschen in reflektierender Arbeitskleidung im Dunkeln oft nicht (ADAC, 27.10.). 71 % der Befragten wollen null Promille für Autofahrende (TÜV-Verband/forsa, 27.10.). Diesel kostet im Schnitt 2,289 €/l, Super E10 2,084 €/l (ADAC, 28.10.). VW nimmt in Zwickau eine Demontagelinie für 4.100 Autos pro Jahr in Betrieb (28.10.).

  • 6Autos im ADAC-Test der Notbremsassistenten
  • 71 %für 0,0 Promille am Autosteuer (forsa)
  • 2,289 €Liter Diesel im Bundesschnitt (ADAC, 28.10.)
  • 4.100Autos pro Jahr zerlegt VW künftig in Zwickau

1. Erkennen Notbremsassistenten Menschen in Warnkleidung?

Nicht immer. Der ADAC hat im Dunkeln sechs aktuelle Modelle geprüft: Mercedes CLA, Tesla Model Y, BYD Seal, Hyundai Tucson, Dacia Duster und Opel Astra. Einen Erwachsenen mit normaler Warnweste erkannten alle Autos und bremsten rechtzeitig. Trug die Puppe genormte Arbeitskleidung, wie sie Bauarbeiter, Rettungskräfte oder Pannenhelfer nutzen, erkannten fast alle Systeme sie nicht oder zu spät.

Bei einem Kind in reflektierender Kleidung mit Schulranzen versagten ebenfalls fast alle Systeme. Nur der Mercedes CLA erkannte das Kind, das hinter einem parkenden Auto auf die Straße lief. Der ADAC vermutet die Ursache in der Software, die Verkehrsteilnehmer einordnet, und fordert schnelle Updates. Sein Rat: Warnkleidung weiter tragen, denn ihr Nutzen überwiegt deutlich.

Quelle: ADAC, Pressemitteilung vom 27.10.2026. Das Szenario ist weder gesetzlich noch bei Euro NCAP vorgeschrieben; die Ergebnisse sind zwischen den Autos nicht direkt vergleichbar.

Cockpit eines Cupra Terramar am Abend mit Assistenz-Grafik auf dem Bildschirm, durch die Frontscheibe ein nasser Stadtboulevard
Notbremsassistenten sind in neuen Autos heute meist serienmäßig.

2. Wollen die Deutschen null Promille am Steuer?

Eine klare Mehrheit ja. In der TÜV Mobility Studie 2026 sprachen sich 71 Prozent für ein absolutes Alkoholverbot für Autofahrende aus, bei Motorrädern und Mopeds 74 Prozent, bei E-Scootern 67 Prozent und bei Fahrrädern 54 Prozent. 18 Prozent lehnen ein Verbot ganz ab. forsa befragte dafür vom 19. März bis 10. April 2026 im Auftrag des TÜV-Verbands 2.504 Menschen ab 18 Jahren.

Regel heuteGrenzeFundstelle
Ordnungswidrigkeit für Kfz-Fahrerab 0,5 Promille§ 24a StVG
Fahranfänger in der Probezeit und unter 21 Jahren0,0 Promille§ 24c StVG
Absolute Fahruntüchtigkeit Kfz / Fahrrad1,1 / 1,6 PromilleRechtsprechung, laut TÜV-Verband

Quellen: TÜV-Verband, Pressemitteilung TÜV Mobility Studie (27.10.2026); Straßenverkehrsgesetz §§ 24a, 24c (gesetze-im-internet.de, Abruf Oktober 2026).

Der TÜV-Verband fordert null Promille für alle Kraftfahrzeuge. Außerdem soll eine medizinisch-psychologische Untersuchung (MPU) schon ab 1,1 statt 1,6 Promille angeordnet werden.

3. Warum wird Diesel teurer und Benzin billiger?

Weil der Ölpreis steigt, die internationalen Dieselmärkte angespannt sind und die Heizölnachfrage zunimmt. Laut ADAC-Mitteilung vom 28. Oktober kostete ein Liter Super E10 im Bundesschnitt 2,084 Euro, 2,6 Cent weniger als eine Woche zuvor. Diesel stieg um 3,4 Cent auf 2,289 Euro und ist damit mehr als 20 Cent teurer als E10. Ein Barrel Brent kostete rund 114 US-Dollar.

Der ADAC rät, kurz vor 12 Uhr zu tanken. Dann sind die Preise meist am niedrigsten, zur Mittagszeit steigen sie deutlich an.

Quelle: ADAC, Pressemitteilung vom 28.10.2026.

Dunkelgrauer Cupra Terramar an einer Zapfsäule unter dem beleuchteten Dach einer modernen Tankstelle am Abend
Diesel kostete laut ADAC am 28.10.2026 im Schnitt 2,289 Euro je Liter.

4. Was passiert mit alten Autos bei Volkswagen in Zwickau?

Sie werden zerlegt und verwertet. Volkswagen hat im Werk Zwickau eine Demontagelinie mit acht Takten in Betrieb genommen. Ab 2027 sollen dort im Zweischichtbetrieb 4.100 Fahrzeuge pro Jahr zerlegt werden, zunächst Vorserienautos, später auch Altfahrzeuge. 100 Beschäftigte sind dafür bereits umgeschult.

Motoren, Getriebe, Türen und Stoßfänger werden geprüft und als Originalteile verkauft. Kunststoffe werden sortenrein getrennt. Laut Volkswagen könnte der Kunststoff aus einem Altauto langfristig genug Rezyklat für drei Neuwagen liefern. Hintergrund sind EU-Mindestquoten für Rezyklat in Neuwagen ab 2032.

Quellen: Volkswagen Newsroom, Pressemitteilung „Kreislaufwirtschaft bei Volkswagen“ (28.10.2026); electrive.net (29.10.2026).

5. Wann darf ich die Nebelschlussleuchte einschalten?

Nur wenn Nebel die Sicht auf unter 50 Meter drückt. Dann gilt zugleich höchstens 50 km/h. Die Entfernung lässt sich an den Leitpfosten abschätzen, die in der Regel 50 Meter auseinanderstehen. Das Tagfahrlicht reicht bei Nebel und Dämmerung nicht, weil hinten meist nichts leuchtet. Der ADAC rät, das Abblendlicht selbst einzuschalten, statt sich auf die Lichtautomatik zu verlassen.

RegelInhaltFundstelle
Licht bei schlechter SichtAbblendlicht auch am Tag§ 17 Abs. 3 StVO
Nebelschlussleuchtenur bei Sicht unter 50 m§ 17 Abs. 3 StVO
Tempo bei Sicht unter 50 mhöchstens 50 km/h§ 3 Abs. 1 StVO
Falsche Nutzung Nebelschlussleuchte20 €, mit Gefährdung 25 €, mit Sachbeschädigung 35 €BKatV, laut ADAC

Quellen: ADAC, Pressemitteilung „Das richtige Licht im Herbst“ (29.10.2026); Straßenverkehrs-Ordnung §§ 3, 17 und Bußgeldkatalog-Verordnung (gesetze-im-internet.de, Abruf Oktober 2026).

Heck eines dunkelgrauen Cupra Terramar mit leuchtendem Lichtband auf einer Landstraße im Herbstnebel, am Rand Leitpfosten
Die Nebelschlussleuchte ist nur bei Sicht unter 50 Metern erlaubt.
Unser Tipp: Prüfen Sie vor dem Winter Licht, Batterie und Reifen. Ein funktionierendes Licht ist im Herbst besonders wichtig, weil Nebel, Regen und frühe Dunkelheit die Sicht verkürzen.

Mehr Sicherheit im Neuwagen

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Aktuelle Modelle bringen Notbremsassistent, LED-Licht und Lichtautomatik meist serienmäßig mit. Welche Systeme ein bestimmtes Fahrzeug hat, steht in seiner Ausstattungsliste.

Allgemeine Information, keine Rechtsberatung. Stand 30.10.2026.

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Häufige Fragen zu den Auto-News der Woche

Welche Autos hat der ADAC beim Notbremsassistenten getestet?

Mercedes CLA, Tesla Model Y, BYD Seal, Hyundai Tucson, Dacia Duster und Opel Astra. Alle erkannten einen Erwachsenen mit Warnweste. Bei genormter Arbeitskleidung und bei einem Kind in reflektierender Kleidung versagten fast alle Systeme. Nur der Mercedes CLA erkannte das Kind hinter einem parkenden Auto (ADAC, 27.10.2026).

Wie viel Promille sind beim Autofahren erlaubt?

Ab 0,5 Promille begehen Autofahrende eine Ordnungswidrigkeit (§ 24a StVG). Für Fahranfänger in der Probezeit und für alle unter 21 Jahren gilt 0,0 Promille (§ 24c StVG). Wer schon ab 0,3 Promille alkoholbedingte Ausfallerscheinungen zeigt, etwa durch auffällige Fahrweise, kann sich strafbar machen. Allgemeine Information, keine Rechtsberatung.

Was kostet ein Liter Diesel aktuell?

Laut ADAC-Mitteilung vom 28.10.2026 kostete ein Liter Diesel im Bundesschnitt 2,289 Euro, Super E10 2,084 Euro. Diesel war damit mehr als 20 Cent teurer als E10. Die Preise ändern sich täglich; am günstigsten tanken Sie laut ADAC meist kurz vor 12 Uhr.

Wann darf man die Nebelschlussleuchte einschalten?

Nur wenn die Sicht durch Nebel unter 50 Meter liegt (§ 17 Abs. 3 StVO). Dann dürfen Sie höchstens 50 km/h fahren. Wer die Nebelschlussleuchte falsch nutzt, zahlt laut ADAC 20 Euro, bei Gefährdung 25 Euro und bei Sachbeschädigung 35 Euro.

Was macht Volkswagen in Zwickau mit Altautos?

Volkswagen zerlegt dort ab 2027 4.100 Fahrzeuge pro Jahr auf einer neuen Demontagelinie. Motoren, Getriebe und Karosserieteile werden als geprüfte Originalteile verkauft, Kunststoffe getrennt und recycelt. Langfristig soll der Geschäftsbereich bis zu 1.000 Menschen beschäftigen (Volkswagen, 28.10.2026).

Weiterlesen

Stand Oktober 2026. Quellen: ADAC – Pressemitteilungen vom 27.10.2026 (Notbremsassistenten), 28.10.2026 (Kraftstoffpreise) und 29.10.2026 (Licht im Herbst); TÜV-Verband – TÜV Mobility Studie 2026 (Presseportal, 27.10.2026); Volkswagen Newsroom – Kreislaufwirtschaft Zwickau (28.10.2026); electrive.net (29.10.2026); StVG §§ 24a, 24c, StVO §§ 3, 17 und BKatV (gesetze-im-internet.de, 10/2026). Zusammenfassung in eigenen Worten. Alle Angaben ohne Gewähr; allgemeine Information, keine Rechtsberatung.